Haar-Lexikon

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Haar-Lexikon: Hier erfahren Sie alles, was Sie schon immer über Haare wissen wollten

Woraus besteht das menschliche Haar? Wie schnell wächst es? Wie genau entstehen Schuppen und wie kommt die Farbe ins Haar? All diese Fragen gehören dank diesem äußerst informativen Lexikon nun der Vergangenheit an. Hier erfahren Sie alles, was es rund um das Thema Haare zu wissen gibt und werden Sie schon bald zum Haar-Experten.

Aufbau- Das menschliche Haar, ein Bauwunder der Natur

Das menschliche Haar ist nahezu zu 80 Prozent aus Keratin aufgebaut. Darunter werden Proteine verstanden, die dem Haar seine Struktur verleihen und es widerstandsfähig machen. Weiters besteht das Haar ca. 10 bis 15 Prozent aus Wasser und den Rest der Bestandteile bilden Mineralstoffe, Farbpigmente und auch Fette, die dem Haar seinen Glanz verleihen und Lipide genannt werden. Das Haar ist aus verschiedenen Schichten aufgebaut und die äußerste Schicht ist aus Schuppen aufgebaut und wird auch Cuticula genannt. Die nächste Schicht, die sich unter der Schuppenschicht befindet, ist die sie sogenannte Rinde, oder Cortex. Diese macht ungefähr 80 Prozent des gesamten Haaranteils aus. Wenn man die Haare färbt, sie bleicht, oder auch eine Dauerwelle machen lässt, findet diese chemische Veränderung der Haarstruktur hier statt.

Farbe- Wie kommt die Farbe ins Haar?

Sogenannte Farbpigmente sind für die Farbe unserer Haare verantwortlich und werden in Pigmentzellen hergestellt. Dank schmaler Verbindungen in den Keratin- und Hornschichten des menschlichen Haares, können die Pigmente diese durchdringen und bestimmen so die Farbe jedes einzelnen Haarfollikels. Je mehr Farbpigment im Haar vorhanden ist, umso dunkler und auch intensiver ist dessen Farbe.

Graues Haar- Klassisch elegant und neuester Trend

Viele Menschen haben sie bereits, andere werden sie noch bekommen: graue Haare. Mit der Zeit wird die Produktion der Farbpigmente immer weniger und das Ergebnis ist, das Haar erscheint grau. Diese werden allerdings nicht komplett grau, sondern pigmentierte und nicht-pigmentierte Haare vermischen sich. Wann man graue Haare bekommt ist meist genetisch vorbestimmt und der Zeitraum kann nur in seltenen Fällen durch Krankheiten oder Schockzustände schneller eintreten. Mittlerweile sind graue Haare aber richtig in.

Haarausfall-das Grauen aller Männer und auch Frauen

Es erscheint zunächst viel, aber der Ausfall von 30 bis 100 Haaren am Tag ist normal. Verliert man allerdings noch mehr Haare, kann das unterschiedliche Gründe haben. Bei 95 Prozent aller Betroffenen wurde der Haarausfall vererbt und das sowohl bei Frauen, als auch bei Männern. Haarausfall entsteht, wenn zu viel Androgen produziert wird, denn dieses männliche Hormon verhindert die richtige Durchblutung des Haarfollikels und das Haar fällt aus.

Haarfollikel-Hier entstehen unsere Haare

Unter Haarfollikel wird die schräge Verankerung des Haares in die Kopfhaut verstanden und dieser ist für die Haarproduktion verantwortlich. Am oberen Ende des Haarfollikels befinden sich auch noch Talgdrüsen, die Fett produzieren und unsere Kopfhaut so vor dem Austrocknen bewahren.

Haardichte- Wie viele Haare auf dem Kopf sind normal?

Auch wenn man es kaum glauben kann, aber unsere Haarfarbe bestimmt, wie viele Haare wir auf dem Kopf haben. Blondinen dürfen sich über 150.000 Haare freuen, Damen mit schwarzen Haaren haben ca 110.000 Haare, Brünette ungefähr 100.000 und Rothaarige haben „nur“ 80.000 Haare auf dem Kopf.

Haarqualität- Gesundes Haar = schönes und glanzvolles Haar

Wenn auch Sie unter dünnem Haar leiden, machen Sie sich nichts daraus, daran sind die Gene schuld. Feines Haar wird europaweit mir einem Durchmesser von 0,04 bis 0.06 mm definiert, normales Haar mit einem Wert zwischen 0,06 und 0,08 mm. Dickes Haar hat man, wenn dieses einen Durchmesser von 0,08 und 0,1 mm aufweisen kann. Ein Wert zwischen 0,08 und 0,12 mm gilt im asiatischen Raum hingegen als ganz normale Haardicke. Auch die Haarform unterscheidet sich sehr: während europäisch Haar im Querschnitt eher eine elliptisch Form aufweist, ist das asiatische Haar eher rund und somit auch elastischer.

Haarzyklus-Wie lange braucht das Haar, um zu wachsen?

Ungefähr 80 bis 90 Prozent unseres Haares befindet sich immer in der Anagenphase, also im Wachstum. Das bedeutet, dass eine neue Haarwurzel entsteht und das Haar wächst. Zwei bis sieben Jahre später folgt die kurze Katagenphase, die zwischen zwei und drei Wochen liegt. In dieser Phase wird die Zellproduktion eingestellt und das Haar fällt aus. Nur 1 Prozent unserer Haarfollikel befinden sich in dieser Phase. Anschließend folgt eine Ruhephase, die auch Telogenphase heißt. In dieser erholt sich der Haarfollikel erholt und die Produktion beginnt erneut. Auf dieser Stufe befinden sich 10 bis 20 Prozent unserer Haare und sie dauert zwischen zwei bis vier Monate.

Keratin- ein Körperbaustein, der an Elastizität und Widerstandsfähigkeit nicht zu übertreffen ist

Keratin ist ein Baustoff unseres Körpers, aus dem nicht nur unser Haar sondern auch unsere Nägel gemacht sind. Dabei handelt es sich um ein wasserunlösliches Faserprotein, das sich durch seine Elastizität und Widerstandsfähigkeit auszeichnet.

Kopfhaut- Je gesünder die Kopfhaut, umso gesünder das Haar

Unsere Kopfhaut unterscheidet sich genauso sensibel, wie die restliche Haut des menschlichen Körpers. Es ist daher sehr wichtig, dass wir diese vor dem Austrocknen, extremer Kälte, aber vor allem auch vor zu viel Sonne schützen, da sie sonst juckt und man Schuppen bekommt. Eine Fehlfunktion der Talgdrüsen in der Kopfhaut kann hingegen zu fettigen Haaren führen.

Kraft-Haare sind stärker, als wir glauben

Jedes einzelne menschliche Haar ist stark genug, um unbeschadet 100 Gramm zu tragen. Alle Haare auf einem Kopf könnten somit ungefähr 10 Tonnen Gewicht aushalten.

Lebensdauer- so alt wird unser Haar

Die Lebensdauer eines Haares beträgt durchschnittlich zwischen 6 und 8 Jahren, kann sich aber aus genetischen Gründen auf bis zu drei Jahren verringern

Melanin- der Stoff, aus dem alle Haarfarben der Welt gemacht wird

Das Pigment, das für die Farbe des Haares zuständig ist, heißt Melanin. Wird viel davon gebildet hat man dunkle Haare, nimmt die Produktion ab, ergraut das Haar. Melanin kann in zwei Varianten auftreten: entweder als schwarz-braune Eumelanin-Pigmente, die größer sind, oder als rot-gelbe Phäomelanin-Pigmente. Aus diesen beiden Pigment-Typen entstehen alle Haarfarben auf der ganzen Welt.

Schuppen- ein Zeichen für die falsche Haarpflege?

Schuppen können sehr unangenehm sein und weisen meist auf eine trockene oder auch fettige Kopfhaut hin. Sie entstehen, wenn Hautzellen zu früh und in zu großen Mengen absterben. Gründe können gib es viele, zum Beispiel ein stressiger Alltag, Hormone, trockene Luft, ein aggressives Shampoo oder auch falsche Ernährung. Schuppenshampoos mit den Wirkstoffen Octopirox oder Zink-Pyrithion können das Problem aber lösen.

Schuppenschicht-Schicht für Schicht zum perfekten Haar

Die Schuppenschicht (Cuticula) ist die äußerste Haarschicht und besteht aus Hornzellen, die das Haar tannenzapfenförmig ummanteln. Wenn diese Hornzellen gerade anliegen, ist das Haar gut geschützt, gesund und schön glänzend. Die Cuticula kann allerdings durch Einflüsse wie Färben, Blondieren oder zu heißes Föhnen beschädigt werden und dann wirken die Haare schnell glanzlos und ungesund. Mit einer intensiven Pflege zu verwenden kann man die Schuppenschicht so allerdings meist wieder glätten.

Spliss- der Albtraum aller Menschen mit langen Haare

Lange Haare leiden häufig unter aufgespalteten Haarspitzen, genannt Spliss, weil sie zu häufig gebürstet werden und auf der Schulter aufliegen. Auch chemische Behandlungen des Haares wie Färben und Blondieren, oder zu heißes Föhnen führen zu Spliss. Dem kann durch Spitzenfluids, wenn auch nur optisch, entgegengewirkt werden. Vor allem aber ein regelmäßiger Friseurbesuch ist zu empfehlen, wenn man unter Spliss leidet.

Talg- das natürliche Fett, das unsere Haut vor dem Austrocknen schützt

Talg ist notwendig, um unsere Haut vor dem Austrocknen zu schützen und auch in unserer Kopfhaut befinden sich zahlreiche Talgdrüsen. Wenn die Talgproduktion durch eine Hormonumstellung, genetische Einflüsse oder auch Stress gestört wird, kann das zu fettigem Haar, Schuppen und auch Juckreiz führen.

Wachstum- So schnell wächst unser Haar

Das menschliche Haar wächst im Durchschnitt 0,3 und 0,45 mm am Tag und ca. 1 bis 1,2 cm im Monat. Im Normalfall liegt die zu erreichende Haarlänge bei ungefähr 40 bis 80 cm und das Haarwachstum kann von außen nicht beeinflusst werden.