Der Fachbegriff Androgenetische Alopezie bezeichnet einen Zustand, bei dem rund 60 Prozent der Haare in einem bestimmten Körpergebiet ausfallen. Es gibt, medizinisch gesehen, verschiedene Formen des Haarausfalls: So handelt es sich bei der »Alopecia areata« um einen kreisrunden Haarausfall, der zum Verlust von Haaren in einem begrenzten Bereich führt. In Deutschland leiden rund eine Million Menschen darunter. Häufig kommt es nach Monaten zu einer spontanen Wiederbehaarung dieser Stellen. Allerdings ist die Gefahr eines erneuten Haarverlustes groß. solange die körperlichen Ursachen nicht behoben sind. Neben einer genetischen Veranlagung oder immunologischen Schwächen kann Haarausfall auch viele andere Ursachen haben. Oft wird er von medikamentösen Therapien ausgelöst wie zum Beispiel durch Zytostatika, mit denen Tumore behandelt werden. Aber auch Infektionen wie Wundrose, Gürtelrose oder Karbunkel können von einem Haarausfall begleitet sein. Manchmal gibt es auch rein mechanische Gründe, beispielsweise das Tragen von Schmuck, Berufsbekleidung, Verbänden oder Pferdeschwanzfrisuren. Dieser äußere Druck kann zu Haarausfall führen, der aber zurückgeht oder ganz verschwindet, wenn man dem Haar lang genug seine »Freiheit« lässt. Es sei denn, die mechanische Schädigung ist so groß, dass davon bereits die Haarwurzel betroffen ist.
Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die zu einem Haarausfall führen, der sich nicht wieder zurückbildet, weil mit ihnen eine narbige Veränderung der Haut einhergeht, wie sie bei Quetschungen, Verätzungen, Verbrennungen, Röntgenschäden, Pilzinfektionen, Leberstörungen, angeborenen Hauterkrankungen, Tuberkulose, Tumoren oder chronischen Erkrankungen (Diabetes me litus oder Leukämie) auftreten kann. Die Therapie;den Haarverlust zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen, hängt dabei natürlich von der Behandlung der Grunderkrankung ab. Auf jeden Fall aber sollte jeder, der bei sich einen plötzlichen Haarverlust entdeckt, einen Arzt konsultieren.
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